Beim senkrechten Fall verschwindet der Drehimpuls
, und der Energiesatz (6.21) lautet
wie im nichtrelativistischen Fall (4.85)
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(6.80) |
Dort beträgt
(6.79). Wählen wir einfachheitshalber
den Nullpunkt der Eigenzeit so, daß
zur Eigenzeit
durchlaufen wird, so verhält sich
dort bis auf höhere Potenzen von
wie
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(6.81) |
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(6.82) |
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(6.83) |
Das liegt, wie wir bei Raumzeitdiagramm 8.1 diskutieren, daran,
daß die Koordinaten
und
am Schwarzschildradius
ungeeignet sind.
Es besagt nicht, daß das fallende Teilchen nicht
durchfällt, und auch nicht, daß es unendlich lange
für einen bei
ruhenden Beobachter sichtbar ist.
Seine Uhr zeigt die Eigenzeit
.
Wenn das Teilchen mit einer konstanten Rate
Photonen aussendet, so
verhält sich diese Rate, bezogen auf die Uhr des Beobachters, wegen
wie
und nimmt, wenn das Teilchen dicht über dem Schwarzschildradius ist, exponentiell ab
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(6.84) |
Genau so wie
nimmt die Frequenz
der beobachteten Photonen,
die beobachtete Zahl von Schwingungen pro Zeiteinheit, exponentiell ab,
. Die Rotverschiebung des Lichts
von fallenden Teilchen ist größer als von ruhenden Teilchen (6.78).
Der radiale Maßstab des Beobachters zeigt Längen
.
Wenn das Teilchen am Beobachter vorbeifällt, hat es für ihn eine Geschwindigkeit mit Betrag
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(6.85) |
Strahlt das Teilchen gleichstark in alle Richtungen,
so bewirkt Aberration den Scheinwerfereffekt, daß dieses Licht für den Beobachter mehr
in Bewegungsrichtung des Teilchens ausläuft und, wenn er das Teilchen unter sich sieht,
auf ein um
vergrößertes Flächenelement verteilt wird. Diese Strahlauffächerung
verringert die gesehene Leuchtstärke des Teilchens für einen Beobachter in der Fallinie
um einen Faktor, der proportional zu
ist, wenn das Teilchen den Schwarzschildradius durchfällt.
Durch Dopplereffekt, Rotverschiebung und Aberration nimmt also die beobachtete Leuchtstärke beim
Fall durch den Horizont mit
ab. Sie wird zwar nie Null, verringert sich
aber bei einem Schwarzen Loch mit einen Schwarzschildradius wie die Sonne,
m
, binnen
s um einen
Faktor
und ist schnell unter jeder Nachweisgrenze. Das Bild des Teilchens verlischt wie eine Glühlampe, die
man ausschaltet: auch ihr Temperaturunterschied zur Umgebung verschwindet schließlich nur exponentiell.
Die Gesamtzahl der Photonen, die der Beobachter vom Teilchen sieht, ist endlich.
Damit kann man nur endlich viele Bilder belichten.
Das gemeinsame Gravitationsfeld des Schwarzen Lochs und eines Teilchens, das von
fällt, ist nicht
das eines Schwarzen Lochs mit größerer Masse, denn es ist nicht kugelsymmetrisch.
Es ist zeitabhängig, und es werden Gravitationswellen
abgestrahlt. Es entsteht wohl schließlich ein Schwarzes Loch mit Drehimpuls
(Kerr-Lösung) und mit einer Masse, die um die Energie der abgestrahlten Gravitationswellen
geringer ist als die Summe der Massen des Teilchens und des ursprünglichen Schwarzen Lochs.
Das Gravitationsfeld eines Schwarzen Lochs, in das eine kugelsymmetrische Schale von Materie fällt, ist außen dasjenige eines Schwarzes Lochs mit der Gesamtmasse, im von der Schale umschlossenen Bereich wirkt nur die Masse des Zentrums (8.55).