Unter infinitesimalen Koordinatentransformationen
ändert sich die Metrik um die Lieableitung (C.107) längs
| (7.2) |
Die Energie-Impulstensordichte ist in den Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie
Weil die Metrik
symmetrisch unter Vertauschung der beiden Indizes ist,
ist die Energie-Impulstensordichte symmetrisch
| (7.6) |
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(7.8) |
Daß die Gleichung (7.7) kovariant ist und in allen Koordinatensystemen gilt,
wird offensichtlich, wenn wir von der Tensordichte
das
Volumenelement
(H.13) abspalten
| (7.10) |
Die Gleichung (7.7) beschreibt analog zur Elektrodynamik (5.26), wie in der Allgemeinen Relativitätstheorie Energie und Impuls erhalten sind und wie die Energie- und Impulserhaltung verletzt ist.
Für jeden Raumzeitpunkt lassen sich Koordinaten finden, so daß das Christoffelsymbol
an diesem Punkt verschwindet. Dies haben wir im Anschluß an Gleichung (C.74) gezeigt.
Grenzt man in solch einem Koordinatensystem ein kleines Volumen ab, und integriert
man die Energiedichte
,
so ändert sich, analog zu (5.22), die im Volumen befindliche Energie
nur dadurch, daß unausgeglichen Energie durch die Randflächen in das Volumen hinein oder heraus
strömt. Dies ist zwar nicht ganz richtig, denn das Christoffelsymbol verschwindet nicht
im ganzen Volumen, aber man kann den Fehler durch Verkleinern des Volumens beliebig klein
machen. Gleiches gilt für jede Komponente des Impulses und die zugehörige
Impulsdichte
.
Lokal gilt also in jedem Raumzeitpunkt Energie- und
Impulserhaltung.
Folglich gibt die Allgemeine Relativitätstheorie auf die Frage: ,,Wann würden wir es auf der Erde merken, wenn plötzlich die Sonne nicht mehr da wäre und die Gravitation der Sonne die Erde nicht mehr auf einer Umlaufbahn hielte?`` die Antwort, daß solch eine Situation nicht entstehen kann, denn Energie und Impuls können nicht einfach weggedacht werden, sondern nur an einen anderen Punkt transportiert werden. Die Frage ist im Rahmen der Allgemeinen Relativitätstheorie so sinnvoll wie in der Zahlentheorie die Frage, ob eine ganze Zahl gerade oder ungerade ist, wenn sie zwischen 0 und 1 liegt.
Obwohl es in jedem Raumzeitpunkt Energie- und Impulserhaltung gibt,
gibt es dennoch keine Erhaltung der Gesamtenergie oder des Gesamtimpulses.
Es läßt sich, wie wir im Anschluß an Gleichung (C.67)
diskutiert haben, das Christoffelsymbol nur dann in einer Umgebung eines Punktes
durch Wahl des Koordinatensystems auf Null transformieren, wenn der Riemanntensor
verschwindet und folglich die Raumzeit flach ist. Dies ist nur in einer
Raumzeit, die vollständig leer ist, der Fall. Der Term
in (7.7) verletzt die Energie- und Impulserhaltung.
Anders als im Fall der Elektrodynamik (5.26), wo die Zusatzterme
den Austausch von Energie und Impuls des elektromagnetischen
Feldes mit den Ladungen beschreibt, kann
nicht einfach als Austausch von Energie- und Impuls der Materie mit dem Gravitationsfeld
gedeutet werden, denn dieser Term hängt vom verwendeten Koordinatensystem ab.
Er kann nicht lokal gemessen werden, denn alle lokalen Meßapparate messen Größen, die
vom verwendeten Koordinatensystem unabhängig sind.
Wenn aber die Metrik eine Isometrie besitzt und es ein Killingfeld
mit
(7.1) gibt, dann folgt aus (7.7) ein zur Symmetrie gehöriger
erhaltener Strom. Wir sehen dies, wenn wir die nach Wilhelm Killing [45] benannte Gleichung (E.28)
| (7.11) |
| (7.13) |
Auch zu jedem konformen Killingfeld
,
, gehört, wie (7.12)
zeigt, ein erhaltener Strom
, wenn die Energie-Impulstensordichte
spurfrei ist
. Dies ist dann der Fall,
wenn die Lagrangedichte von der Metrik
nur über die metrische Dichte
abhängt, beispielsweise beim Skalarfeld
in
Dimensionen mit Lagrangedichte
oder
beim Vektorfeld
in
Dimensionen mit Lagrangedichte (7.37).