Für
und
hat
zwei positive Nullstellen
und
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(8.37) |
Dazu betrachten wir wie in Abbildung 8.1
eine zweidimensionale Ebene mit Koordinaten
und
, den Kruskalkoordinaten [52,53].
Die Ebene wird von den Winkelhalbierenden
in vier Bereiche zerlegt:
den rechten Bereich
, den oberen Bereich
,
den linken Bereich
und den unteren Bereich
.
Wir führen mit einer Funktion
, die wir geeignet wählen, in
und in
durch
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(8.40) |
Wegen
und![]() |
(8.41) |

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(8.42) |
Weltlinien mit konstantem
und konstantem
und
gehören zu ruhenden Beobachtern.
Diese Linien sind Hyperbeln
konst im Bereich
.
Linien gleicher Koordinatenzeit
sind in der
-Ebene
Geraden durch den Ursprung.
Die Gerade
gehört zu
, die Gerade
zu
.
Diese Geraden bilden die entartete Hyperbel
, die zu
gehört.
Tangentialvektoren mit
und
sind lichtartig und gehören zu radial ein- oder auslaufenden Lichtstrahlen.
Sie durchlaufen in der
-Ebene
von unten nach oben Geraden,
konst, mit einem Winkel von
zu den Achsen.
Koordinaten, in der Lichtstrahlen wie in Minkowskidiagrammen der flachen Raumzeit
verlaufen, existieren lokal in jeder
zweidimensionalen Raumzeit; denn ihre Metrik ist bis auf einen Faktor flach (E.54).
Damit die Metrik bei
stetig ist, muß der Parameter
, die Nullstelle von
, in allen vier Bereichen
übereinstimmen. Dann sind bei
die Komponenten
und
stetig und die Kugelschalen, die durch
und
parametrisiert werden, passen aneinander.
Sind darüber hinaus die erste und die zweite Ableitung
der zweimal stetig differenzierbaren Funktionen
, die in den vier Bereichen
die Metrik bestimmen, bei
gleich, so ist die Metrik in einer Umgebung der Winkelhalbierenden
zweimal
stetig differenzierbar und der Riemanntensor ist stetig. Dies gilt insbesondere, falls in allen Bereichen
eine Metrik mit derselben Funktion
vorliegt.
Daher ist die Metrik (8.46) auch in einer Umgebung der Winkelhalbierenden
,
also in einer Umgebung von
eine Lösung der Einsteingleichungen, soweit die Funktion
in den Bereichen
zu einer Lösung der Einsteingleichung gehört.
Die Funktion
ist spezieller eine Funktion von
. Ihr Wert stimmt also mit
an lorentztransformierten Argumenten
überein
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(8.47) |
Die Fläche
ist lichtartig, das heißt, es gibt einen lichtartigen
Tangentialvektor
,
,
der senkrecht auf allen anderen Tangentialvektoren der Fläche,
und
,
steht. Daher ist jeder weitere Vektor
, der senkrecht auf den Tangentialvektoren der
Fläche steht, ein Vielfaches von
und kann nicht ein linear unabhängiger
Tangentialvektor
eines orthogonalen Koordinatensystems
sein.
Es können nicht die Koordinaten
der lichtartigen Fläche
, die den
Rand von
bildet, zu orthogonalen Koordinaten ergänzt werden.
Die Ereignisse
bestehen in Kruskalkoordinaten aus einem weißen Loch, den Punkten
mit
(für
), von dem nach
Lichtstrahlen nur ausgesendet werden können, und
einem schwarzen Loch mit
und
, das aus
nur Lichtstrahlen empfangen, aber keine Lichtstrahlen aussenden kann. Denn Licht läuft in der
-Ebene
auf Geraden mit Winkel
zu den Achsen nach oben. Auch von keinem anderen Ereignis in
kann Licht zu
gesendet werden. Jeder Lichtstrahl, der in
ausgesendet wird, endet im schwarzen Loch bei
. Der Schwarzschildradius ist also
ein Horizont für Beobachter, deren Weltlinien in
verlaufen: Lichtstrahlen
von Ereignissen in
können von keinem Beobachter in
oder
außerhalb des Schwarzschildhorizonts gesehen werden.
In den Bereichen
und
sind die
-Koordinatenlinien
konst
zeitartig, in
und
sind sie raumartig.
Die Singularität der Schwarzschildlösung liegt auf der Weltlinie
, die Grenzfall
raumartiger Weltlinien
ist.
Ist die Materie eines Stern zunächst bis zu
ausgedehnt und zieht sich die Materie des Sterns später
unter dem eigenen Gewicht zusammen, so weicht die Weltlinie der Sternoberfläche,
wie in Abbildung 8.1 angedeutet, von der Hyperbel
konst
zu kleineren Werten von
ab.
Die Kruskalmetrik (8.46) ist die Lösung der Einsteingleichungen im Vakuum,
sie gilt also für
rechts von dieser Weltlinie.
Ihr Tangentialvektor ist überall innerhalb des Vorwärtslichtkegels: Materie
ist langsamer als Licht. Wenn der Stern auf weniger als den Schwarzschildradius schrumpft,
ist daher das vollständige Zusammenstürzen auf die Linie
in
unvermeidlich,
Insbesondere bildet sich die Singularität des Schwarzen Lochs bei
.
Ein Weißes Loch kann nicht entstehen, denn es liegt nicht im Vorwärtslichtkegel irgendeiner vorherigen Ursache.
Auch wenn das Überschreiten des Horizonts unumkehrbar zum Zusammensturz nach
führt, so ist dieses
Überschreiten dennoch für frei fallende Beobachter ohne spektakuläre Begleiterscheinungen. Es wirken sich
bei ihm nur die Gezeitenkräfte der Gravitation aus, die daher rühren, daß bei freiem Fall benachbarte Punkte
durch die unterschiedliche Gravitation unterschiedlich fallen und ihren Abstand verändern. Diese
Gezeitenkräfte auf eine Masse
im Abstand
sind von der Größenordnung
(C.120) und sind am Horizont
klein, wenn der Schwarzschildradius groß ist.
Für
und
hat
(8.37)
eine zweite positive Nullstelle bei
und die Metrik ist dort von der
Form (8.39) mit
, allerdings ist
.
Die geometrischen Verhältnisse sind wie in Abbildung 8.1 mit einem Horizont bei
. Nur enthalten die Bereiche
und
jeweils das Gravitationszentrum
und
ist dort kleiner als
. In
und
ist
größer als
.
Überschreitet ein Beobachter, der von
oder
kommt,
längs einer zeitartigen Weltlinie am Horizont den Wert
, so vergrößert sich
mit dem Universum, das sich wegen der positiven kosmologischen Konstante ausdehnt,
anschließend unausweichlich der Abstand
zur gravitationserzeugenden,
kugelsymmetrischen Masse.
Zwischen
und
wechselt das Gewicht eines ortsfesten Beobachters, der eine
Weltlinie mit
und
durchläuft, sein Vorzeichen.
Seine Beschleunigung
in radialer Richtung ist durch das Skalarprodukt
mit dem radialen Einheitsvektor
gegeben. Für sein Gewicht
in einer drehinvarianten,
zeitunabhängigen Metrik mit
ergibt sich wie bei (6.93)
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(8.48) |
Die Ableitung von
wechselt zwischen den Nullstellen
und
ihr Vorzeichen und verschwindet
bei einem Wert
, den wir als Reichweite der Anziehung der Zentralmasse bezeichnen können.
Bei
kann keine endliche Beschleunigung den Absturz ins Schwarze Loch verhindern, bei
kann keine endliche Beschleunigung ein Vergrößern des Abstandes zum Gravitationszentrum
vermeiden.
Man kann nicht mit Kruskalkoordinaten
und
gemeinsam überdecken, denn der bei
radial
auslaufende Lichtstrahl verharrt bei
und schneidet nie den bei
radial einlaufenden
Lichtstrahl, der bei
bleibt.
Ein Beobachter bei
ist ein Viertel des Umfangs des de Sitter-ähnlichen Universums vom
Gravitationszentrum in
und
entfernt. Die drehinvariante
Vakuumlösung der Einsteingleichungen mit positiver kosmologischer Konstante
beschreibt ein Paar antipodaler Gravitationszentren gleicher Masse.