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Die wichtigste Quanteneigenschaft des Fermigases ist durch Paulis
Ausschließungsprinzip bedingt: Es verbietet, daß zwei Teilchen den
gleichen Einteilchenzustand besetzen. Daraus folgt, daß das Gas
klassisches Verhalten zeigen sollte, wenn im Mittel nur wenig Teilchen in
ein Volumenelement des Phasenraums fallen, d.h. für kleine Dichten und
kleine
, also hohe Temperaturen.
Formal erhalten wir den klassischen Limes für
. Dann
genügt es in (3.37) nur das Reihenglied mit
mitzunehmen:
 |
(3.38) |
Daraus ergibt sich die mittlere Teilchenzahl und die mittlere Energie durch
Ableiten nach den dazugehörigen Lagrangeparametern:
 |
(3.39) |
Die erste Gleichung zeigt, daß unsere Betrachtungen nur für den Limes
niedriger Dichten gilt, denn es ist nach Voraussetzung
.
Kombinieren wir beide Gleichungen (3.39) folgt die klassische kalorische
Zustandsgleichung des idealen Gases:
 |
(3.40) |
Wegen (2.29) sind die statistischen Größen
und
mit
den thermodynamischen Größen durch
 |
(3.41) |
verknüpft, wobei
die Temperatur, gemessen in Energieeinheiten, und
das chemische Potential des Gases sind.
Aus (2.22) erhalten wir für die Entropie des idealen Gases
 |
(3.42) |
Wegen (2.23) sind die natürlichen unabhängigen Zustandsgrößen für
die Entropie
,
and
. Ersetzen wir also die
übrigen thermodynamischen Größen vermöge (3.39) durch diese,
erhalten wir die Sackur-Tetrode-Formel für die Entropie eines
klassischen idealen Gases:
![$\displaystyle S=\frac{5}{2} \mathscr{N} + \mathscr{N} \ln \left [ \frac{g V}{\mathscr{N}} \left ( \frac{m \mathscr{E}}{3 \pi \mathscr{N}} \right)^{3/2} \right].$](img716.png) |
(3.43) |
Daraus folgt aus (2.29) bzw. (2.30)
 |
(3.44) |
was vermöge
 |
(3.45) |
in die übliche Form der Zustandsgleichung des idealen Gases
übergeht.
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Hendrik van Hees
2010-03-31