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Wir betrachten zunächst eine beliebige räumliche zeitunabhängige
Stromverteilung. Die Maxwellgleichungen spalten im zeitunabhängigen
Fall bekanntlich in Gleichungen für das elektrische Feld
und
das Magnetfeld
auf. Hier interessieren wir uns nur für das
Magnetfeld. Es ist durch die Gleichungen
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(1) |
gegeben. Dabei wurden die üblichen (nicht rationalen) cgs-Einheiten
benutzt. Als umgebendes Medium ist der Einfachheit halber Vakuum
(
) angenommen und
bezeichnet die Lichtgeschwindigkeit.
Die erste Gleichung besagt, daß sich das Magnetfeld in jedem einfach
zusammenhängenden Teilbereich des
als Rotation eines
Vektorfeldes
darstellen läßt:
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(2) |
Da weiter ein Feldfreiheitsgrad von
unbestimmt ist, weil
nur bis auf einen beliebigen Gradienten bestimmt ist
(spezieller Fall von Eichinvarianz), läßt sich
eine
Nebenbedingung auferlegen. Physikalische Ergebnisse hängen davon
ohnehin nicht ab. Wir wählen hier die für statische Rechnungen
nützliche Coulomb-Eichung:
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(3) |
Setzt man dies in die zweite Gleichung in (1) ein, folgt
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(4) |
Damit erfüllt jede Komponente von
die Poissongleichung. In
Analogie zum Newtonschen Gravitationsgesetz oder der Elektrostatik
(allgemein handelt es sich um die Anwendung der Greenschen Formel für
den Fall, daß keine weiteren Randbedingungen vorliegen):
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(5) |
Hierin ist über den ganzen
zu integrieren.
Jetzt nehmen wir eine Stromverteilung an, die durch einen Draht, der vom
Gleichstrom
durchflossen wird, realisiert ist. Dabei idealisieren wir
den Draht als unendlich dünn, d.h. der Drahtdurchmesser wird als sehr
klein im Vergleich zu den typischen Abmessungen der Geometrie der
Leitung angenommen. Dann ist die Stromverteilung durch
![$\displaystyle \vec{j}(\vec{x})=I \int_{t_1}^{t_2} \dd \tau \frac{\dd \vec{s}}{\dd \tau} \delta^{(3)}[\vec{x}-\vec{s}(\tau)]$](img13.png) |
(6) |
gegeben, wobei
die dreidimensionale Diracsche
-Distribution darstellt.
ist
die Parametrisierung der Stromschleife
.
Setzt man das in (5) ein, läßt sich das Integral über
trivial durchführen und man bekommt
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(7) |
wobei mit dem Integral das Wegintegral entlang der Leiterschleife
gemeint ist (wir nehmen im folgenden an, die
Leiterschleife sei geschlossen).
Das Magnetfeld ergibt sich gemäß unserem Ansatz (2) zu
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(8) |
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