Seien
Vektorräume über
.
Die Menge
aller Abbildungen
bildet mit punktweise
erklärter Addition und Skalarmultiplikation einen Vektorraum über
:
Als ,,Träger``
supp
einer Abbildung
bezeichnen wir
die Menge aller Tupel
, deren Bild unter
von 0 verschieden ist:
| supp |
(2) |
Sei
die Menge aller Funktionen aus
mit endlichem Träger.
Die Funktionen in
sind fast überall gleich 0.
bildet mit den von
induzierten punktweisen Operationen einen
Unterraum von
.
Zu jedem festen p-Tupel
definieren wir eine
-Funktion
wie folgt:
| sonst | 0 | (3) |
Die Abbildung
| (4) |
Wir wollen die Abweichung der Abbildung
von der Multilinearität untersuchen.
Im Falle der Multilinearität müßte gelten:
| (5) | |||
| (6) |
| (7) | |
| (8) |
Nun gilt allerdings immer
| (9) | |||
| (10) |
Als ,,Tensorprodukt der Vektorräume
`` bezeichnen wir den Faktorraum
.
Wir schreiben dafür
.
Die Elemente des Tensorprodukts heißen ,,Tensoren``.
Tensoren der Gestalt
werden als
geschrieben und
heißen ,,reine Tensoren``.
Nicht alle Tensoren sind reine Tensoren.
Da allerdings die
-Funktionen eine Basis von
bilden, lassen sich alle
Tensoren als Linearkombination von reinen Tensoren darstellen.
Die reinen Tensoren spannen das ganze Tensorprodukt auf, sind aber im Allgemeinen linear
abhängig und bilden daher keine Basis.
Wir nennen jene Abbildung
, die jedem p-Tupel
den reinen Tensor
zuordnet, die ,,kanonische Abbildung``:
| (11) |
Als ,,universelle Eigenschaft des Tensorprodukts`` bezeichnet man folgenden Sachverhalt:
Zu jeder multilinearen Abbildung
gibt es genau eine
lineare Abbildung
mit
.
Kennt man das Tensorprodukt und alle linearen Abbildungen davon in W, so kennt man alle multilinearen Abbildungen des kartesischen Produkts in W.
Wesentlich am Tensorprodukt ist weniger dessen explizite Bauart
als seine
universelle Eigenschaft.