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Eine Basis
des Vektorraums
heißt
Orthonormalbasis, wenn
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(1.37) |
ist.
Wir zeigen jetzt, daß es stets eine Orthonormalbasis gibt. Wir können sie
aus einer beliebigen Basis
mit Hilfe des Schmidtschen
Orthonormalisierungsverfahrens konstruieren. Dazu definieren wir
zunächst
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(1.38) |
Dies ist stets möglich, denn es sind die
voneinander linear
unabhängig, also insbesondere von Null verschieden. Also ist
, und die Wurzel ist reell. Offensichtlich gilt
. Dann können wir weiter bilden
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(1.39) |
Da die Vektoren
linear unabhängig sind, ist
ebenfalls linear unabhängig von den übrigen
und auch zu
. Setzen wir nun
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(1.40) |
haben wir immerhin schon erreicht, daß
und
zueinander orthogonal, d.h.
, und normiert,
d.h.
sind.
Auf diese Art verfahren wir rekursiv weiter, bis wir
orthonormierte
Vektoren gefunden haben:
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(1.41) |
Der Vorteil der Orthonormalsysteme ist, daß die Komponenten des
Skalarproduktes besonders einfach werden:
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(1.42) |
Die ko- und kontravarianten Komponenten müssen also in diesem Fall im
Sinne des Isomorphismusses (1.32) nicht mehr unterschieden
werden. In vielen Lehrbüchern wird deshalb in euklidischen
Vektorräumen grundsätzlich nur mit unteren Komponenten gerechnet und
eine Unterscheidung zwischen Basen und Dualbasen gar nicht mehr
vorgenommen. Vielmehr werden gleich die Linearformen mit den Vektoren im
Sinne des Isomorphismus (1.32) identifiziert. Dies führt aber
häufig zu Verwirrung, und es lohnt sich, allgemeine Rechnungen
zunächst im allgemeinen Tensorkalkül auszuführen und dann im
konkreten Falle, daß man mit Orthonormalbasen rechnen will, zu
spezialisieren. Namentlich in der Tensoranalysis, die wir im nächsten
Kapitel behandeln, wird uns diese Auffassung sehr zugute kommen.
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